Die Regeln beim Live-Baccarat sind einfach. Gespielt wird mit sechs bis acht Standarddecks à 52 Karten. Ziel ist es, mit den ausgeteilten Karten so nah wie möglich an 9 Punkte zu kommen.

Asse zählen 1 Punkt, Karten von 2 bis 9 entsprechen ihrem Nennwert. Zehner sowie Bildkarten (Bube, Dame, König) zählen 0 Punkte. Wenn die Punktzahl 10 oder mehr erreicht, wird 10 abgezogen – es zählt nur die Einerstelle. Beispiel: 7 + 6 = 13, zählt als 3 Punkte. 4 + 6 = 10, zählt als 0.



Spieler können auf "Player", "Banker" oder "Tie" setzen. Player und Banker erhalten jeweils zwei Karten. Unter bestimmten Bedingungen kann eine dritte Karte gezogen werden. Gewonnen hat, wer näher an 9 Punkten liegt. Hat einer 8 Punkte und der andere weniger, gewinnt die 8. Gibt es weder 8 noch 9, kann eine dritte Karte ins Spiel kommen.
Die Dritte-Karte-Regel
Die Dritte-Karte-Regel bestimmt, ob Player und/oder Banker eine dritte Karte erhalten. Hat der Player zu Beginn 0 bis 5 Punkte, wird ihm eine dritte Karte gegeben. Bei 6 oder 7 bleibt es bei zwei Karten. Der Banker folgt derselben Regel – es sei denn, der Player zieht eine dritte Karte. Dann hängt die Entscheidung des Bankers von dessen Punktzahl und dem Wert der dritten Karte des Players ab.
| Hand des Bankers | Dritte Karte des Players | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | |
| <3 | H | H | H | H | H | H | H | H | H | H |
| 3 | H | H | H | H | H | H | H | H | S | H |
| 4 | S | S | H | H | H | H | H | H | S | S |
| 5 | S | S | S | S | H | H | H | H | S | S |
| 6 | S | S | S | S | S | S | H | H | S | S |
| >6 | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
Gewonnen hat die Wette auf die Hand mit dem höheren Wert. Hat der Banker mehr Punkte, gewinnt die Banker-Wette. Hat der Player mehr Punkte, gewinnt die Player-Wette. Bei einem Unentschieden (Tie) werden Einsätze auf Banker und Player zurückgegeben – die Tie-Wette gewinnt.
- Wette auf Player zahlt 2:1
- Wette auf Banker zahlt 2:1, abzüglich 5 % Kommission (also effektiv 1,95:1)
- Wette auf Tie zahlt 9:1 (oder 8:1)
Bakkarat Quoten
Baccarat bietet einige der besten – aber auch riskantesten – Quoten im Casino. Die Wette auf Player hat einen Hausvorteil von nur 1,24 %, was sie im Vergleich sehr spielerfreundlich macht. Die Banker-Wette ist mit 1,06 % sogar noch günstiger – trotz der Kommission.
Die Tie-Wette ist jedoch deutlich risikoreicher. Bei 8:1 Auszahlung liegt der Hausvorteil bei 14,4 %. In britischen Casinos, wo oft 9:1 ausgezahlt wird, sinkt er auf ca. 4,85 %.
Hausvorteil im Detail (8 Decks)
- Banker gewinnt: 1.06%
- Player gewinnt: 1.24%
- Tie (8:1 Auszahlung): 14.4%
- Tie (9:1 Auszahlung): 4.85%
Wer diese Quoten kennt, kann seine Einsätze besser planen und erfolgreicher spielen.
Side Bets beim Baccarat
Side Bets sind optionale Zusatzwetten, die parallel zur Hauptwette platziert werden. Sie bieten zusätzliche Gewinnchancen für bestimmte Spielsituationen – etwa Paarbildungen oder Punktedifferenzen. Dabei kann auf gleiche Karten oder bestimmte Punktestände gewettet werden. Side Bets sind unabhängig von der Hauptwette. Jede dieser Wetten hat eigene Auszahlungsquoten, abhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit. Oft werden Side Bets nach mehreren Spielrunden deaktiviert.
Baccarat Strategie
Wie beim Roulette suchen viele Spieler nach einer sicheren Strategie – doch Baccarat bietet weniger Einsatzoptionen. Systeme wie Martingale, Donald-Nathanson, Whittaker oder D’Alembert basieren auf Einsatzanpassungen nach dem Ergebnis der letzten Runde. Doch keine Strategie garantiert Gewinne. Besser ist es, auf gutes Bankroll-Management zu setzen und rechtzeitig aufzuhören. Vermeide es, Verlusten hinterherzulaufen oder mit Gewinnen weiterzuspielen – das endet meist im Minus.
Jede Spielrunde ist unabhängig von der vorherigen. Kartenzählen bringt nichts, denn Player und Banker haben fast identische Gewinnchancen. Der kleine Vorteil des Bankers wirkt sich kaum spürbar aus.
Tipps zum Spielen
- Meide die Tie-Wette – sie hat einen hohen Hausvorteil.
- Banker hat leicht bessere Chancen, da er als Zweiter zieht.
- Wette nicht gegen eine Hand mit Siegesserie.
- Die Anzahl der verwendeten Decks beeinflusst die Quoten:
- 8 Decks: Player: 1,06 %, Banker: 1,24 %, Tie: 14,36 %
- 1 Deck: Player: 1,01 %, Banker: 1,29 %, Tie: 15,57 %
- 6 Decks: Player: 1,06 %, Banker: 1,24 %, Tie: 14,44 %
- Behalte den Punktestand jeder Hand im Blick, um deinen Einsatz anzupassen.
- Langfristig gleichen sich Player- und Banker-Gewinne nahezu aus – rund 50/50.
FAQ
Ass = 1, 2–9 = Nennwert, 10/Bildkarten = 0. Ab 10 wird 10 abgezogen.
Player zieht bei 0–5 Punkten eine dritte Karte. Ob der Banker eine zieht, hängt von dessen Punktestand und der Karte des Players ab.
Nein – keine Strategie ist sicher. Besser ist es, das Budget zu verwalten und riskante Systeme zu meiden.
Ja – sie ist risikoreicher und hat einen hohen Hausvorteil.
Überwiegend Glück. Der Fokus sollte auf dem Einsatzmanagement liegen – nicht auf Vorhersagen.














